Die Sattlerei ist seit den Anfängen der Umnutzungsphase dabei und passt gut ins Ökosystem der Werkstadt – aus alt wird neu. Gründerin Andrea Ramseyer erzählt im Interview von ihrem Handwerk und wie sie die Transformation des Areals erlebt.
Liebe Andrea. Die Sattlerei ist seit Transformationsbeginn ein wichtiger Bestandteil der Werkstadt. Was entsteht in deiner Manufaktur?
Ich führe verschiedene Kundenaufträge rund um Leder, Textil und Polster aus. Im Wesentlichen sind die Reparaturen und Neubezüge von Fahrzeug- und Motorradsitzen, Aufpolsterungen und Neubezüge von Möbelstücken, und diverse Reparaturen bei Taschen, Koffern oder Campingequipment. Zudem mache ich Massanfertigungen – die Bandbreite ist sehr vielfältig und jeder Auftrag individuell.
Recycle, Upcycle oder Neuanfertigungen auf Bestellungen: Jeder Kundenauftrag ist individuell.
Andrea Ramseyer ist mit ihrem Atelier seit fünf Jahren in der Werkstadt Zürich.
Wie bist du zu diesem seltenen Handwerk gekommen?
Ich war lange in der Gastro und im Eventbereich tätig. Das hat mich irgendwann nicht mehr richtig erfüllt – ich wollte mehr mit den Händen und kreativ arbeiten. Nach einer Neuorientierung und diversen Schnupperlehren habe ich eine zweite Ausbildung zu Autosattlerin absolviert und konnte so meine neu gefundene Passion zum Beruf machen. Ich finde es toll, wie ich jeden Tag ein direktes Resultat meiner Arbeit sehe. Nach Abschluss meiner Ausbildung habe ich mich schliesslich vor fünf Jahren selbstständig gemacht und die Sattlerei gegründet.
Andrea schätzt den Austausch mit anderen Werkstädter:innen.
Als Einzelunternehmerin macht die gelernte Autosattlerin alles selbst.
Die Arealtransformation ist in vollem Gange. Wie erlebst du diese Entwicklung?
Es ist schön, wie sich alles nach und nach mit Leben füllt und ich bin sehr dankbar, hier zu sein. Den Umnutzungsprozess erlebe ich seit den Anfängen mit und finde es grossartig, ein Teil davon zu sein.
Die gelernte Fachfrau Leder und Textil weiss, worauf es bei der Verarbeitung ankommt.
Du bist umgeben von Ateliers und Kreativschaffenden. Beeinflusst das deine Arbeit?
Meine eigene Arbeit beeinflusst es nicht direkt, da das Sattlerhandwerk sehr spezifisch ist. Aber es ist schön, von so vielen motivierten, kreativen Menschen umgeben zu sein, die ihr Ding mit so viel Herzblut machen. Zudem mache ich von A bis Z alles selbst und daher ist der Austausch mit den anderen Werkstädter:innen für mich sehr wertvoll.
Nach und nach zieht Leben in die Werkstadt ein.
Wie sieht deine Zukunft in der Werkstadt aus?
Ich blicke mit Zuversicht in die Zukunft, denn Sattlereien gibt es nicht viele und mein Angebot ist sehr gefragt. In der Sattlerei repariere und erhalte ich Dinge. Das passt zur Werkstadt und zum Zeitgeist.
Ein neues Outfit für ein Möbelstück oder Fahrzeug? Die Sattlerei ist die richtige Adresse.
Alle Informationen zur Sattlerei gibt es auf der Webseite.